Nächstenliebe

Wie viel Nächstenliebe ist gesund und wie wenig davon macht unglücklich? Habt ihr euch schon einmal gefragt, ob ihr genug für die Menschen in eurem Leben tut oder vielleicht sogar zu viel? Ich habe einmal einen Bericht über das Helfersyndrom gelesen. Vielen ist es auch als "Everybodys Darling"-Syndrom bekannt. Es geht dabei darum, dass man zu sehr an die anderen denkt, zu wichtig nimmt was andere denken. Sein eigenes Befinden sogar davon abhängt, wie man sich um andere sorgt oder es ihnen Recht machen möchte - was auch schnell in ein krankhaftes Persönlichkeitsschema übergehen kann. Davon ist in diesem Beitrag aber nicht die Rede. Mir geht es viel mehr darum, was man geben kann, um anderen etwas Gutes zu tun und zwar ohne dafür etwas zu wollen und ohne dass derjenige es verlangt hat. Ich habe mir einmal bewusst gemacht, wo meine Talente liegen, was ich kann und was ich habe und natürlich was ich brauche. Wenn ich das was ich zum Leben brauche, also um glücklich zu sein, nicht nur um zu überleben, von dem was ich habe abziehe, bleibt - wenn man ehrlich zu sich ist, meist eine Differenz. Und diese braucht man eigentlich gar nicht, also wieso verschenken wir sie nicht. Ich möchte es euch einmal etwas bildlich darstellen. Ich habe unzählig viele Kleidungsstücke, die ich alle gar nicht anziehen kann. Also warum sie nicht verschenken? An Bedürftige, Freunde oder Verwandte? Es muss aber nichts materielles sein. Jeder von uns kann etwas besonders gut, z.B.: Zuhören, vorlesen, kochen, lustig sein, kennt sich mit Geschichte aus, ist handwerklich oder künstlerisch begabt. Der eine ist ein Steuerprofi, der andere ein toller Motivator oder Sportler...usw.! Wirklich jeder kann etwas besonders gut - auch wer gerne einfach nur faulenzt! Nicht jeder kann gut entspannen. Wieso geben wir das, was wir haben und können nicht einfach weiter? Seit ich mir bewusst gemacht habe, dass diese Form von Nächstenliebe etwas Gutes und nichts Schlechtes ist, gehe ich irgendwie leichter durchs Leben. Es gibt so viele Menschen, die versuchen alles für sich zu behalten - Überflüssiges. Man kann alles horten, Geld, Materialien, Talente, Wissen, … aber ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass es viel glücklicher macht, das was man über hat, zu teilen. Und wisst ihr was? Es kommt dadurch auch einiges zurück, was man überhaupt nicht erwartet hat und das ist einfach nur wunderschön.

 

Wow das war mein erster Artikel, der ohne Anlass niedergeschrieben wurde. Irgendwie war mir nach Schreiben und irgendwie schlummerte dieses Thema in meinem Inneren. Sagt mir ehrlich, ob euch das "ne Nummer" zu tiefenpsychologisch war.

 

Ich wünsche euch ein tolles Wochenende.

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