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Food Fotografie

Wie alles begann

Eigentlich begann alles neben der Heizung, genauer gesagt neben der Heizung in unserem Wohnzimmer in einem H&M Karton. Ständig einen schönen Untergrund für mein Gekochtes zu suchen, fand ich nach und nach mehr als nervig. Es musste also eine Fotoecke her. Ich bestellte mir Klebefolien im Holzdesign und hielt Ausschau nach einem geeigneten Karton. Da kam mir die notwendige H&M Bestellung gerade Recht. Ich brauchte Umstandsmode! Als alles begann war ich nämlich schwanger und da kommt man bekanntlich auf die wildesten Ideen. Nun hatte ich also einen Karton und Klebefolien. Alles musste zugeschnitten und faltenfrei beklebt werden. Endlich hatte ich mein erstes Set, auf dem Boden, neben der Heizung, in unserem Wohnzimmer und alles in einem H&M Karton. So und das soll es jetzt gewesen sein, fragte ich mich nach einiger Zeit. 

Und so wuchs mit der Kochfreude auch mein Kochequipment. Einfache weiße Teller wurden mir zu langweilig. Plötzlich war jeder Gang durch die Stadt das reinste Vergnügen. Überall sah ich Teller, Schüsseln, schönes Besteck und Tassen. Ich besuchte Flohmärkte und bestellte ausgewählte Einzelstücke im Internet. Währenddessen wurde mein Bauch immer dicker und dicker. Nach einiger Zeit konnte ich aufgrund einer Symphysenlockerung leider nur noch liegen und kaum mehr laufen, also leider auch nicht mehr kochen. Wenn Ihr Euch einmal ein Bein gebrochen habt, wisst Ihr wie langweilig so ein Dauerliegen werden kann. Ich musste mich irgendwie beschäftigen, etwas tun, dass man vom Sofa aus bewerkstelligen kann. Da kam mir Instagram sehr gelegen. Mein Profil war damals schon vorhanden, jedoch sehr minimalistisch gehalten. Ich fing an meine Kochbeispiele online zu stellen, die Fotos zu bearbeiten und es machte mir immer mehr Spaß. Endlich kochte ich nicht mehr nur für meinen Freund und mich, sondern für immer mehr Food begeisterte. Die positive Rückmeldung stieg und das motivierte mich ungemein. Als meine kleine Clara geboren wurde, verschwand auch die Symphysenlockerung und ich konnte mich wieder meinem Hobby widmen. Ich besaß mittlerweile eine professionelle Fotobox, Tageslicht Scheinwerfer, diverses Geschirr und tobte mich nun vollkommen in der Küche aus. 

Stand heute arbeite ich nicht mehr mit dem Smartphone, sondern mit einer geeigneten Spiegelreflexkamera, und diversen Food Boards (gekauft und selbstgebaut). Mein Sammelsurium an Kücheninterieur ist unglaublich gewachsen, sodass unsere Wohnung langsam aber sicher einem Porzellanladen gleicht. Ich habe Euch hier eine kleine bildhafte Darstellung meiner Weiterentwicklung online gestellt. Manche Bilder sind mir mittlerweile fast unangenehm, so amateurhaft sind diese, aber jeder fängt mal kein an, oder? 

 

Was ich euch auf den weg mitgeben möchte

Tut das, was Euch Spaß macht, den das kann man bekanntlich ja am besten. Seid kreativ, holt Euch einen Ausgleich zum oft allzu grauen Alltag. Nehmt Euch Zeit für die schönen Dinge des Lebens. Die Zeit ist viel zu kostbar, als dass wir sie vergeuden sollten.


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Kommentare: 4
  • #1

    _leckerschmecker_ (Mittwoch, 06 März 2019 17:08)

    In deinem Porzellanladen würde ich gern mal stöbern�..meistens plant man "sowas" ja nie..und wenn man Dinge gerne macht und sich Zeit dafür nimmt, dann kann doch nur was tolles draus werden:)

  • #2

    Klaragoesnorth (Mittwoch, 06 März 2019 20:27)

    Vielen Dank Liebes, ja da hast du so Recht. Gute Dinge passieren einfach und wenn sich eine solche Türe öffnet, muss man eben einfach mal durch sie hindurch gehen. Ich wünsche dir einen tollen Abend. Vielen Dank für dein Kommentar <3

  • #3

    der_Augschburger_Frange (Donnerstag, 07 März 2019 07:23)

    Ich bin begeistert von Deiner Seite und werde mich jetzt wohl wieder mal an den Herd stellen müssen, um was von Deiner Seite nachzukochen. :-)

  • #4

    Klaragoesnorth (Dienstag, 12 März 2019 22:10)

    Das freut mich sehr, dass sie dir gefällt. Toller Name ��